Taxen-Union Hamburg Hansa e. V. unterstützt SVG PROMOBIL Eignungsfeststellung für Mobilitätsberufe

von Chr. Brüggmann

Die Taxen-Union Hamburg Hansa e.V. (TUHH) unterstützt als Kooperationspartner die SVG-Initiative "PROMOBIL Eignungsfeststellung für Mobilitätsberufe". Die Eignungsfeststellung richtet sich an Arbeitssuchende, die eine berufliche Tätigkeit in einem Mobilitätsberuf anstreben. Das Konzept hat die SVG Hamburg zusammen mit der SBB Kompetenz gGmbH in Hamburg entwickelt.

Christian Brüggmann Vorstand der TUHH: „Die TUHH unterstützt die Initiative "PROMOBIL Eignungsfeststellung für Mobilitätsberufe", weil Unternehmer in einem so kleinteiligen Gewerbe, wie wir es im Taxigewerbe sind, eine solche Maßnahme allein nicht realisieren könnten.

So ist es möglich, den Teilnehmern die Vielfältigkeit der Berufsbilder im Bereich Mobilität zu vermitteln. Für Unternehmer kann es ein weiteres Instrument sein, dem Fahrer(innen) mangel entgegen zu wirken."

Die Initiative "PROMOBIL Eignungsfeststellung für Mobilitätsberufe" wird in Hamburg vom BdKEP, vom BGL, durch die Norddeutsche Eisenbahnfachschule GmbH und der Taxen-Union unterstützt.

Die Eignungsfeststellung dauert eine Woche und hat folgende Inhalte:

  • Berufsinformationen / persönliches Coaching und Eignungsfeststellung
  • Kennenlernen der Berufsbilder Taxifahrer/-in, Citylogistiker/-in, Busfahrer/-in,  Triebfahrzeugführer/-in, Berufskraftfahrer/-in
  • Mobilitätspsychologische Testung, ärztliche Untersuchung
  • Kompetenzfeststellung in Mathematik und Deutsch
  • Fachpraktische Eignungsfeststellung: Fahrprobe mit dem PKW, praktische Übungen LKW und BUS, Übungen am Triebwagensimulator
  • Slow Dating mit Arbeitgebern
  • Zertifikatsübergabe und individuelles Perspektiv- und Abschlussgespräch

Die erste Gruppe mit 8 Personen hat den ersten Durchlauf am 28.9. mit dem Slow Dating mit Arbeitgebern, der Zertifikatsübergabe und einem individuellen Perspektiv- und Abschlussgespräch beendet. Der nächste Durchgang in Hamburg startet am 29.10 2018, das Slow-Dating ist am 5.11.20188 bei der SVG in Hamburg.

Das Programm gliedert sich über die 5 Tage wie folgt:

Tag 1 Vorstellung der Berufsbilder (8 UE)

  • Fachpraktiker/innen stellen die verschiedenen Berufsbilder unter Berücksichtigung folgender Aspekte vor:
  • Tätigkeiten
  • Arbeitszeit
  • Arbeitsorte
  • Gehalt
  • Perspektive am Arbeitsmarkt
  • Voraussetzungen

Tag 2 Fachpraktische (Teil 1) und -ärztliche Eignungsfeststellung (10 UE)

  • Sicherheitsüberprüfung
  • Fachpraktische Erprobung - jeweils 1,5 Stunden pro TN pro Verkehrsträger (LKW, Bus, Auto)
  • Beobachtungskriterien
  • Instruktionsverständnis
  • Belastbarkeit
  • Orientierungsleistung
  • Konzentrationsleistung
  • Aufmerksamkeitsleistung
  • Reaktionsfähigkeit
  • Parallel zur fachpraktischen Eignungsüberprüfung
  • Bahnärztliche Eignungsüberprüfung

Tag 3 Kompetenzfeststellung, fachpraktische (Teil 2) und psychologische Eignungsfeststellung, (10 UE)

  • Deutschtest
  • Mathematiktest
  • 1,5 Stunden fachpraktische Erprobung am Bahnsimulator
  • Beobachtet werden:
  • Instruktionsverständnis
  • Belastbarkeit
  • Orientierungsleistung
  • Konzentrationsleistung
  • Aufmerksamkeitsleistung
  • Reaktionsfähigkeit
  • Parallel zur fachpraktischen Eignungsüberprüfung
  • Persönliches Interview (Kompetenzerhebung) und
    Beratungsgespräch durch einen Coach
  • Feststellung der bahnpsychologischen Eignung

Tag 4 Kenntnisvermittlung und Profiling (8 UE)

  • Fahrer als Dienstleister und Firmenrepräsentant
  • Der Fahrer als Imageträger des Unternehmens
  • Unterschiedliche Rollen des Fahrers
  • Kommunikationsübungen
  • Grundlagen der Kommunikation
  • Kommunikationstechniken
  • Verhalten in schwierigen Kommunikationssituationen/Konflikte
  • Erstellung eines Bewerberprofils in Vorbereitung auf das Slow Dating
  • Lebenslauf
  • Kurzprofil

Tag 5 Kenntnisvermittlung und Profiling (8 UE)

  • Selbstreflektion
  • Finalisierung der Bewerbungsunterlagen
  • Slow Dating mit Arbeitgebern
  • Zertifikatsübergabe

Beim ersten Slow-Dating in Hamburg waren wir vor Ort. Das Feedback seitens der teilnehmenden Arbeitgeber als auch der Teilnehmer selbst war sehr positiv. Das Format der Eignungsfeststellung für Mobilitätsberufe ist überzeugend.

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